Das Kursprogramm des HBZ
Das HBZ hat in Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe von Lehrkräften und Hochschuldozenten ein außerschulisches Kursprogramm zur Förderung begabter Grundschulkinder der 1. und 2. Klassen sowie begabter Gymnasiasten der 5. und 6. Klassen entwickelt. Das Angebot umfasst drei unterschiedliche Kurse: Chinesisch, Mathematik sowie Naturwissenschaften und Technik. Das Hauptanliegen dieser Fördermaßnahme besteht darin, einen Beitrag zur Begabungsentfaltung zu leisten, den Wissensdurst der begabten Kinder zu stillen und ihre Leistungsmotivation zu steigern.
Um den Schülerinnen und Schülern die Kurse möglichst ortsnah anzubieten, werden sie jeweils in Bergheim (Erftgymnasium), Brühl (Max-Ernst-Gymnasium) und Kerpen (Gymnasium der Stadt – Europaschule) veranstaltet. Das Programm hat nach Pfingsten begonnen und erstreckt sich bis zum Ende des 1. Schulhalbjahres 2010/2011.
Weitere Informationen zu dieser Fördermaßnahme können Sie den beiden Projektflyern entnehmen, die zum Download für Sie bereitstehen:
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113 K |
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104 K |
Kita-Projekt der Stadt Wesseling
In Verbindung mit der zertifizierten Fortbildung für Erzieherinnen aller 20 Kindertagesstätten der Stadt Wesseling hatte das HBZ der Stadt Wesseling 2007/08 vorgeschlagen, ausgewählte Förderprogramme für alle 5-jährigen Vorschulkinder durch psychologisches Fachpersonal des HBZ in den 20 Kita durchführen zu lassen.
Diese Förderprogramme sollten die Fördermaßnahmen der Erzieherinnen ergänzen und daraufhin erprobt werden, inwieweit diese Programme später teilweise oder ganz von den Erzieherinnen eingesetzt werden könnten.
Die Stadt beauftragte das HBZ mit diesem Projekt, dem auch die Eltern der insgesamt 290 Kinder zugestimmt haben.
Die Kinder wurden von dem fachpsychologischen Personal des HBZ untersucht und auf 3 Programme verteilt. Diese Programme umfassten die Förderung der Denkfähigkeiten (nach Klauer), die Förderung der räumlich-kognitiven Fähigkeiten und die Förderung der Wissenskompetenz (z.B. Kurse für Mathematik oder Naturwissenschaften oder Chinesisch).
Nach der erfolgreichen Durchführung und Evaluation dieser Fördermaßnahme wurde eine Modifikation der Förderprogramme vorgenommen. Das Anfang 2010 startende Programm umfasst Kurse zu folgenden Bereichen:
- Phonologischen Bewusstheit,
- Psychomotorik,
- Emotionale Kommunikation,
- Naturwissenschaften,
- Mathematik und
- Chinesisch
Weitere Informationen finden sie im Projektflyer.
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3.3 M |
Das HBZ-Fördermodell für Grundschulen
Das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland (HBZ) hat ein eigenes Förderprogramm für besonders begabte Grundschulkinder entwickelt, um diese in ihrer Begabungsentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Im Mittelpunkt dieser systematischen Förderung stehen die Berücksichtigung der Lernbedürfnisse sowie die Interessen der einzelnen Kinder.
Das Ziel des Grundschulfördermodells ist eine Förderung der begabten Grundschulkinder hinsichtlich ihrer intellektuellen Fähigkeiten durch eine Stimulierung höherer Denkprozesse. Besonders begabte Kinder unterscheiden sich von normal begabten hinsichtlich der Zeit, die sie für das erreichen bestimmter Lernziele benötigen. Ihnen fällt es bspw. leichter, Wissen zu erwerben, Zusammenhänge herzustellen und das Wissen anzuwenden. Aus diesem Grund können sie mehr Zeit für die höheren Denkprozesse (Analyse, Synthese und Evaluation) aufwenden. Um diese Denkprozesse höherer Ordnung anzuregen, sind wiederholte Trainings- und Anwendungsmöglichkeiten notwendig. Eine spezielle Förderung in diesen Bereichen (analytisches Denken, Metakognition, Transferleistungen u.ä.) wirkt daher unterstützend auf die Entfaltung der kognitiven Anlagen besonders begabter Kinder.
Im HBZ-Fördermodell wird diese Förderung angestrebt. Die Schülerinnen und Schüler können in den Unterrichtsstunden dieses Modells auf Wiederholungen weitgehend verzichten und sich mit anspruchsvollen Aufgaben beschäftigen, die sie dazu befähigen, ihr bereits erworbenes Wissen anzuwenden, Zusammenhänge herzustellen, eine neue Zusammensetzung des Lerninhaltes zu erschaffen und darüber hinaus auch über ihr eigenes Lernverhalten – im Sinne einer Evaluation – nachzudenken.
Besonders begabte Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassenstufe werden hierzu über zwei Jahre hinweg in ihrer kognitiven Entfaltung und Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und begleitet. Die inhaltlichen Schwerpunkte lassen sich den Bereichen Mathematik / Naturwissenschaften sowie Sprache/Philosophie zuordnen.
Für die Förderung kommen besonders begabte Kinder aus verschiedenen Schulen eines Ortes (zurzeit Bedburg, Bergheim, Brühl und Frechen) einmal wöchentlich zusammen, um in einem der Förderschwerpunkte für ca. 3 Schulstunden gemeinsam unterrichtet zu werden.

