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Geplante Projekte

Bildungschance - Förderporgramm für Underachiever

Der zentrale Gedanke dieses Projekts besteht darin, jugendliche Underachiever (Minderleister) zu finden und gezielt zu fördern, um sie beim Abrufen ihres Leistungspotentials zu unterstützen und ihnen damit berufliche Perspektiven zu ermöglichen. Underachiever zeigen eine deutlich niedrigere Schulleistung als es nach einer diagnostizierten Begabung zu erwarten ist. Das Förderprogramm knüpft unmittelbar als Maßnahme an den Potentialcheck an, da sich mit den Ergebnissen des Potentialchecks Underachiever im Rhein-Erft-Kreis identifizieren lassen. Das Förderprogramm gliedert sich in 3 Phasen: Fördergruppenbildung, Diagnostik und Programmanpassung, Förderphase. Ausführlicher Informationen finden sich in der Projektkurzbeschreibung.

Projektkurzbeschreibung_Underachiever.pdf

91 K

Flyer_Bildungschance.pdf

1.9 M

Schülermentorenprojekt

Im familiären und schulischen Bereich stellen defizitäre Aspekte im Arbeitsverhalten ein vieldiskutiertes Thema dar. Ein unstrukturiertes Lernverhalten kann sich unabhängig von der eigentlichen Begabung eines Schülers negativ auf die schulischen Leistungen auswirken. Familien berichten in diesem Zusammenhang häufig von Hausaufgaben, die entweder nicht erledigt oder unnötig in die Länge gezogen werden. Nicht selten beeinträchtigen die täglichen Auseinandersetzungen das familiäre Klima erheblich. Oftmals sollen an dieser Stelle Trainings zur Vermittlung von Lernstrategien Abhilfe schaffen. Teilweise greifen diese jedoch zu kurz, da lediglich einzelne Teilaspekte der eigentlichen Problematik angesprochen werden. In der Regel gilt es motivationale, emotionale, lerngeschichtliche als auch kognitive Prozesse ganzheitlich zu berücksichtigen, um langfristig Veränderungen im Verhalten bewirken zu können.

Als unterstützendes Glied kann an dieser Stelle die Person des/der Schülermentors/in eingeführt werden. Je nach Bedarf können zwischen Mentor/in und Schüler/in ein bis zwei Treffen in der Woche vereinbart werden. Der/die Schülermentor/in stellt im Rahmen dieses Modells keine/n klassische/n Nachhilfelehrer/in dar. Zwar ist es sinnvoll, die Treffen zur Aufarbeitung schulischer Defizite zu nutzen, im Vordergrund steht jedoch die implizite Vermittlung von Arbeitstechniken. Der/die Schüler/in hat die Möglichkeit bestimmte Strategien am direkten Modell zu erlernen: z.B. können die Durchführung der Hausaufgaben bzw. Klausurvorbereitungen gemeinsam erarbeitet und besprochen werden. Der/die Schülermentor/in fungiert damit als zusätzlicher Ansprechpartner/in für schulische Belange außerhalb des Elternhauses. Aufgrund der individuellen Betreuung hat der/die zu betreuende Schüler/in zusätzlich die Möglichkeit schulspezifische Ängste und Sorgen zu äußern. Mit Angst behaftete Aufgaben, wie z.B. das Vortragen eines Referates, können im kleinen Kreis eingeübt werden. Damit verlagert sich zumindest ein gewisser Teil, der in der Familie diskutierten Themen auf den schulischen Bereich und kann zu einer Entspannung im familiären Umfeld führen. Dies kann wiederum genutzt werden, um festgefahrene Rollen und Muster zu reflektieren und zu modifizieren.

Das Schülermentorenprojekt des Hoch-Begabten-Zentrums (HBZ) ist ein Angebot, das sich an weiterführende Schulen richtet. Im Fokus steht die Förderung motivationaler und kognitiver Regulationsprozesse von Schülerinnen und Schülern mit defizitärem Arbeitsverhalten. Dazu erhalten Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit, sich von Diplom-PsychologInnen des HBZ zu einem/er „Schülermentor/in“ ausbilden zu lassen. Die Ausbildung enthält zum einen theoretisches Fachwissen zu motivations- und lerntheoretischen Aspekten und zum anderen praxisrelevante Anleitungen zur Gestaltung von Trainingseinheiten mit zu betreuenden Schülern. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer/innen ein vom Hoch-Begabten-Zentrum ausgestelltes Zertifikat. Ergänzt wird dieses Ausbildungspaket durch eine entsprechende Fortbildungsveranstaltung für die Lehrer des entsprechenden Gymnasiums zum Thema „Begabungen erkennen und fördern“.