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Historie

Das Hoch-Begabten-Zentrum (HBZ) ging aus der Regionalen Schulberatungsstelle und dem Schulpsychologischen Dienst des Rhein-Erft-Kreises hervor und war bis 2001 Teil des Instituts für Psychohygiene (Heinrich-Meng-Institut). Im November 2000 wurde es durch den Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Werner Stump, in Gegenwart einer großen Zahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft, Schulen, Schulaufsicht, Ministerien, Hochschulen, Stiftungen, Elternverbänden und Verwaltung, umrahmt von einem Festvortrag des international renommierten Hochbegabungsforschers Prof. Dr. Kurt A. Heller aus München, feierlich eröffnet. Dieser Schritt war ein überfälliges und wichtiges bildungspolitisches Signal des – damals noch – Erftkreises.

International wird die Zahl hochbegabter Menschen auf ca. 2 % der Bevölkerung geschätzt. Das bedeutet, dass es allein im Rhein-Erft-Kreis etwa 9.000 Hochbegabte – davon rund 1.000 Schülerinnen und Schüler – und im Landschaftsverband Rheinland etwa 190.000 Hochbegabte gibt. Diesen Personen wurde noch vor wenigen Jahren keinerlei Förderung in Kindergärten, Schulen, in der beruflichen Ausbildung, im Studium oder am Arbeitsplatz geboten.

Erschwerend kommt hinzu, dass immerhin ca. 15 % der Hochbegabten nicht erkannt werden, weitere 15 bis 20 % – trotz Hochbegabung – Minderleistungen erbringen, und 5 bis 10 % unter besonderen Problemen leiden, wie fehlender Anerkennung, Isolierung unter Gleichaltrigen, Langeweile und mangelnder Leistungsbereitschaft aufgrund ausbleibender Förderung, schulisches Versagen, Zwang zur Perfektion, Essstörungen oder Depressionen.

Diese Ausgangslage veranlasste die Regionale Schulberatungsstelle 1997, ein Projekt „Förderung Hochbegabter“ zu initiieren und zunächst Diagnostik und Beratung anzubieten sowie Lehrkräfte der 79 Grundschulen, 14 Gymnasien und 3 Gesamtschulen des Kreises mit dem Ziel fortzubilden, Schülerinnen und Schülern eine bessere schulische Förderung zu ermöglichen.

Seit dem 01.01.2009 wird das HBZ durch seinen Geschäftsführer Anton-Josef Cremer nun als gGmbH geleitet und in seiner Arbeit durch eine Assistentin der Geschäftsführung unterstützt. Im Laufe des des Jahres 2009 wurden zwei neue Arbeitsplätze für Diplompsychologen geschaffen und zwei halbe zu Vollzeitstellen ausgebaut. Damit bestand das für die Beratung und Förderung begabter und hochbegabter Menschen zuständige Fachteam seit dem 01.09.2009 aus vier Diplompsychologen. Das Team wurde zum 01.01.2011 durch eine zusätzliche Landesstelle auf insgesamt fünf Diplompsychologen erweitert.